Chronik Anhang

Aus Cunnersdorf
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überlieferte Abschrift aus Kirchen- Galerie

Auszug aus “Die Inspection Pirna als fünfte Abtheilung von SACHSENS Kirchen- Galerie “ (Original- Abschrift von 1839)

1.) Cunnersdorf, welches 1/2 St. vom Kirchorte und eben so weit vom Bergstädtchen Glashütte, im Amte Pirna und an der Straße von Glashütte und Dresden, so wie von Dippoldiswalde nach Liebstadt liegt, steht unter 3 Gerichts- barkeiten, nämlich unter denen des Amtes Pirna, des Rittergutes R´grimma und des Rittergutes Maxen. Das Vorwerk, welches auf einer Anhöhe über das ganze Dorf sich erhebt, auch zum Theil alterthümlich gebaut ist u. bedeutende Grundstücke hat, gehört, nebst dem Erb- u. Lehngerichte, zu den ansehnlichsten Gütern. Die hiesige Schule, deren Gründung nicht mit Gewißheit angegeben werden kann, wenigstens aber seit 80 Jahren existirt, zählte am Schlusse des vorigen 1838. Jahres 72 Kinder. Der jetzige Lehrer heißt Joh. Gottfr. Kunath aus Langebrück, dem von 1774 (in welchem Jahre auch die noch stehende Schulwohnung erbaut worden ist) bis 1818 die 3 Kinderlehrer Fabian, Schwenke und Mühle vorhergiengen. die Schulstelle ist mit 123 Thlrn. fixiert. Der Ort besteht aus 59 Grundbesitzern, nämlich aus 1 Vorwerk, 1 Erb- und Lehngericht, 27 Bauerngütern, 1 Gärtner-, 28 Häuslernahrungen und aus 1, 1/2 St. vom Orte an der Müglitz gelegenen Mühle. Das Vorwerk nebst 1 zu ihm gehörigen Hause steht unter der Gerichtsbarkeit des Amtes Pirna, 14 Bauern, 1 Gärtner, 10 Häusler und die Mühle unter der Gerichtsbarkeit des Rittergutes R´grimma (unter der letzten auch die Schule) und 13 Bauern nebst 18 Häuslern unter der des Rittergutes Maxen. Ueber das Erb- und Lehngericht üben beide Rittergüter die Gerichtsbarkeit aus. Die Seelenzahl beläuft sich nach der vorletzten Zählung auf 432, als: 217 männliche und 215 weibliche Personen. Cunnersdorf bildet seit dem Eintritt der Landgemeindeortnung nur eine Gemeinde, hat die Collatur über die Schule, zu welcher sich auch der nach R´hgrimma gepfarrte Theil von Schlottwitz und die sogenannten Hütten (ein kleiner Ort, nach Burkhardtswalda gepfarrt und unter das Rittergut Weesenstein gehörig) erhalten. Laut eine Befehls von der hohne Kreisdirection soll sich ganz Schlottwitz dahin einschulen. Aus Schlottwitz sind 1 Mühle, 1 Bauerngut und 1 Haus nach Reinhardtsgrimma gepfarrt.

Wir danken Herrn Donath aus Reinhardtsgrimma für die Zuverfügungstellung des Dokumentes!